Unsere neue Ferienwohnung in Duisburg-Neumühl

Exklusiv für Sie und mitten in der Ruhrmetropole:
  • Wohnen in einem Zechenhaus Anno 1910 (Reihenmittelhaus)
  • gelegen in der Bergarbeitersiedlung Duisburg-Neumühl
  • 2020 komplett saniert
  • modern eingerichtet, mit altem Interieur von 1910 ergänzt
  • 80qm auf 2 Ebenen mit eigenem Garten
  • 4 bis 5 Personen
  • 2 Schlafzimmer
  • 1 große Küche (voll ausgestattet)
  • 1 großes Wohnzimmer
  • 2 Bäder
Felix-Dahn-StraßeFelix-Dahn-StraßeFelix-Dahn-Straße

Historie Neumühls

Die Zeche Neumühl lag in eine der vielen Bauernschaften von Hamborn, einem Ort an der Mündung der alten Emscher in den Rhein. 1890 zählte Hamborn ca. 8000 Einwohner. Von 1893 an errichtete die Familie Haniel die Bergbau-Schachtanlage Neumühl, die riesige Arbeitermengen beanspruchte. Im Jahre 1900 war die Einwohnerzahl bereits auf 33.000 gestiegen und erreichte bald 150.000 Einwohner.

Die Zeche Neumühl war ein Muster dieser rasanten industriellen und personellen Entwicklung im Ruhrgebiet:

1893 begannen 28 Arbeiter das Abteufeln, 1904 stieg die Belegschaft auf 4895 Mann und mit 5500 Mann war sie dann die größte Zeche im Ruhrgebiet.

Die damalige multikulturelle Belegschaft setzte sich aus 3.108 Deutschen, von denen 1.340 polnisch als Muttersprache hatten, 1.095 Österreicher, 240 Holländer, 156 Italiener, 53 Russen, 33 Belgier und vier sonstige Ausländer zusammen.

Viele deutsche Familien nahmen zu dieser Zeit junge Zuwanderer, die im Pütt gut angesehen waren, als Kostgänger auf, die sich dann schnell mit deutschen Mädchen verheirateten. Somit entstanden die vielen Bergarbeitersiedlungen.

Dieses waren die Anfänge einer pluralistisch-multikulturellen Gesellschaft im Ruhrgebiet, die heute nicht nur in Duisburg-Neumühl zu sehen ist.

Diese Erfahrungswerte der unterschiedlichen Herkunft und der Vielschichtigkeit der Bevölkerung führt noch heute zu einer Lebens-Praxis die eine hohe Toleranz erzeugt.

1962 wurde die Zeche Neumühl stillgelegt.

Die Bergarbeiter-Siedlung Neumühl

Mit den Ressourcen der 60er Jahr schafft das Ruhrgebiet eine der dichtesten und vielfältigsten Infrastrukturen der Welt. Dazu gehört eine kulturelle Leistung: Das Ruhrgebiet wird zur umfangreichsten Theater-Landschaft der Welt.

In der Stadtentwicklung schlägt der Fortschritt allerdings zum Wahn um: Eine neue und perfekte Welt sollte geschaffen werden und man versuchte aggressiv, sich aller Vergangenheit zu entledigen. Dies führte zum Kahlschlag ganzer historischer Stadtbereiche, zum Abriss von Arbeiter-Siedlungen, zur Zerstörung von Baudenkmählern.

Doch 1972 bis 1980 organisierten Bürgerinitiativen in 50 Arbeiter-Siedlungen einen Widerstand gegen den Flächenkahlschlag ihrer Gartenstädte, wie er am umfangreichsten in Duisburg-Neumühl wütete.

Anstelle der wunderschönen Gartenstädte entstanden „moderne“ Großwohnanlagen, auch Plattenbauten genannt und kostete damals 500 Millionen DM. Doch das von Rau eingerichtete Ministerium für Stadtentwicklung reagierte:

Minister Hirsch entließ seine obersten „Kahlschlag-Beamten“, Peter Mölle und Hans Georg Küppers, die trotz Fehlentwicklung und Milliarden von Fehlinvestitionen nicht verantwortlich gemacht werden konnten.

Heute erlebt der Tourist in Neumühl das Nebeneinander der Widersprüche: Die vermeintlich modernen Plattenbauten einerseits und die historischen Gartenstädte sowie alte Baudenkmäler andererseits.

Die unter Denkmal-geschützte historische Zechensiedlung ist heute gefragter denn je:

Viele Kaufinteressenten stehen Schlange und die Zechenhäuser gehen in Privatbesitz über, werden mit viel Liebe zum Detail restauriert und modernisiert. Auch Sie, lieber Gast, können sich von den wunderschönen Zechenhäusern, den alten historischen Bauwerken und von der multikulturellen Vielfalt in Duisburg-Neumühl überzeugen und wünschen Ihnen einen wunderschönen Aufenthalt in unserem Zechenhaus „Villa“.